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Was passiert mit der Gesellschaft, wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Ein Telepolis Artikel mit dem Title "Das lange Ende des baren Geldes" hat sich der Frage "Was passiert mit der Gesellschaft, wenn es kein Bargeld mehr gibt?" angenommen.
Darüber hinaus gibt es sehr interessante Kommentare. Mich interessieren bei dieser Frage besonders die Punkte:

  • Geht die Wertschätzung gegenüber der erworbenen Ware verloren?
  • Geht die Wertschätzung zwischen meiner geleisteten Arbeit und der erhaltenen Entlohnung verloren?
  • Verlieret man den Überblick über die vorhandenen Zahnungseinheiten?
  • Wenn das bezahlen so einfach geht, wird alles zur Ware?
  • Bei einer solch fundamentalen Änderungen in der Gesellschaft, wer trägt eine Verantwortung und wer stellt sicher, dass sie verträglich im Sinne eines Generationenvertrages ist?

Mit diesen Fragen im Kopf fand ich nachfolgende Kommentare zu dem oben genannten Artikel sehr spannend.

Die Motivationfrage beantwortet alles.
lettort (mehr als 1000 Beiträge seit 18.10.06)

Ich mag die historische "Entmaterialisierung des Geldes" aufgrund mangelnder Kenntnis nicht in Frage stellen, aber bei dem ganzen Prozess wurde die Motivationsfrage nie gestellt.

- "Warum wird Geld entmaterialisiert?"
- "Weil Monarchen und Eliten ihre Interessen durchsetzen wollen!"

Ist ein Tauschmittel allgemein - also für jedermann - gleich limitiert und gleich schwer zu erwirtschaften, unterwerfen sich Eliten und Bürgerliche den gleichen Spielregeln. Das Tauschmittel besitzt hauptsächlich den Zweck als Zahlungsmittel. Will eine Kultur mehr "Gold" erwirtschaften, so muss es innovativ oder aggressiv werden. Es gibt jedoch keinen Weg an den natürlichen Begrenzungen vorbei.

Sobald aber eine Seite das Privileg erhält, ein Tauschmittel zu generieren, entsteht ein Machtgefälle. Denn der Privilegierte generiert nicht nur nach Belieben, er entscheidet auch, wer in welchen Teilen das Tauschmittel erhält und bestimmt damit die Spielregeln. Tauschmittel werden zum Druckmittel. Zentralbanken verleihen Geld an Privatbanken, welche als Pfad Wertpapiere hergeben, die irgendeiner privaten Bewertung entstammen und schließlich dann platzen, wenn eine Wirtschaftskrise alles aufdeckt. Real muss hier nichts mehr sein, aber System hat das Ganze allemal. Wenn etwas ganz schlecht läuft, dann werden einfach neue Regeln erschaffen (Bail-In -> Bail-Out, etc.)

Für mich gilt:
Wenn ein Bitcoin-System, also ein von Menschenhand weder in Qualität noch in Quantität beeinflussbares Tauschmittel, das neue E-Tauschmittel wird, dann kann ich die im Artikel geschilderte Entwicklung gutheißen.
Alles andere fördert nur die Eliten mit ihren totalitären Ansprüchen und damit die Schlechtigkeit der Menschheit.

Quelle
Wenn man zweimal darüber nachdenkt, dann entdeckt man Substanz
Über allen Wipfeln ist Ruh (mehr als 1000 Beiträge seit 09.09.13)

Es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob ich Bargeld auf den Tresen lege, oder einfach mein Smartphone (ich hab selber keins) hinhalte.

Beim Bargeld gibt es einige zwingende Momente mein Tun zu hinterfragen:

- mein Kontostand, wenn ich das Geld aus dem Automaten ziehe
- die Entscheidung wie viel ich in der Geldbörse bereit halte
- Erinnerung an den Anschaffungsaufwand beim Anblick eines größerem Scheins
- das loslassen beim Weggeben des Geldes
- das spüren des Verlustes durch ein geringeres Gewicht der Geldbörse

Das mag auf den ersten Blick trivial erscheinen, dient aber in der Praxis als unbewusste Bremse.

Beim zahlen über das Phone rutscht man ohne Barriere in den Dispo und dann weiter in den Bereich der ungenehmigten Überziehung bis zum finalen Stop. Aufmerksamkeits-Marker werden dabei, wenn überhaupt optional sein, da das Bankgeschäft bei einer ungenehmigten Überziehung so richtig profitabel wird (Zins knapp unter der Wuchergrenze).

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Taschengeld und mehr
bombjack, [email protected] (mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.00)

Klingt banal, nur fällt dann auch das Taschengeld, der freiwillige Obolus an einen Bedürftigen oder Straßenkünstler* flach....

Zudem eröffnet das Ende des baren Geldes die Möglichkeit sich jeden Furz bezahlen zu lassen, denn so wie bei der Sperr- und Filterstruktur im Netz (Stopp-Schilder der Zensursula) ist die Infrastruktur einmal installiert, kann sie für alles eingesetzt werden d.h. kann Micropayment von der Online-Welt auf die reale Welt übertragen werden....

Außerdem lassen sich die Banken jede Transaktion vergolden.....denn ist nicht mehr möglich eine größere Summe vorrätig zu haben, sondern jede Transaktion muss über einen Dritten (die Bank) geführt werden und wenn es nur 1 Euro ist....und da macht in der Summe dann Kleinvieh auch gehörig Mist.

bombjack

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4. Freie Verfügbarkeit über mein Geld
Naturzucker (mehr als 1000 Beiträge seit 06.03.12)

Über Geld in meiner Brieftasche kann ich jederzeit frei verfügen.

Geld auf meinem Konto stellt lediglich eine Forderung an die Bank dar. Die, wie man in GR sieht, jederzeit bestimmten Restriktionen unterworfen werden kann. Liegt mein Geld auf der Bank, dann bin ich der Willkür von Banken und Staat ausgesetzt.

Liegt mein Geld zu Hause unter der Matraze, dann drohen mir allenfalls Einbrecher.

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Martin Shkreli is showing how the finance world is ticking

Ever thought about how far away finance people are from the normal folks? Take a look to "Martin Shkreli" and see how they are ticking.
Instead of solving world problems to the earth a better place, he increased the price of "Daraprim" from 13.05 to 750 US $ .

[...]
Daraprim is used to treat toxoplasmosis, a condition caused by a parasite that exists in nearly a quarter of the U.S. population over age 12, but which can prove deadly for the unborn children of pregnant women and for immunocompromised individuals like AIDS patients. These vulnerable populations will now have to pay over 5,000 percent more for their treatment.
[...]

source
Of course, politicians are telling you that they can not do anything ... they could, but they don't want to.
But before throwing stones to Mr. Shkreli, think about that he is "just one of them all". There are even more finance people around their how are doing things like that. Instead of doing it the "full force" violence way, we as society need to discuss how we want to go on with our life and the way we are living. I am not writing about shifting to socialism, "just" about putting some more humanism into the way we are acting. Is your new super car really worth the effort of having blood from many peoples on your wheels?

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Erneut ein Tag voller Meldungen, die den Kopf zum schütteln bringen

[...]
Eine Deckelung der hohen Dispo-Zinsen von Bankkunden ist vom Tisch, dafür kommen Warnhinweise. [...].


Das wird Menschen in Goldnot beruhigen, ein Warnhinweis, besser kann man der Bevölkerung gar nicht helfen!

Quelle

[...]
Überwachungsmethoden werden oft genutzt, um unerwünschtes Verhalten zu verhindern bzw. einzudämmen - und in der Vergangenheit wurde dieses Verhalten dann als strafbar, antisozial oder gefährlich bezeichnet, um klarzumachen, dass es nicht um legitime Verhaltensweisen ginge, die durch die Überwachung geregelt werden sollen.
Eine Äußerung, die während des Verfahrens um das KFZ-Kennzeichen-Scanning in Bayern fiel, zeigt nun, dass dies keineswegs immer der Fall sein muss, sondern dass auch legitime Verhaltensweisen im Fadenkreuz stehen. So stimmte der Landesvertreter Bayern der Tatsache zu, dass es durch das KFZ-Scannen auch dazu kommen könnte, dass Menschen, die sich beispielsweise auf dem Weg zu einer Demonstration befinden, diese doch nicht aufsuchen bzw. sich schon im Vorfeld gegen eine Teilnahme an der Demonstration entscheiden würden. Anders als der Kläger sah der Landesvertreter diesen Effekt aber nicht als schädlich an, sondern vielmehr als eine durchaus eingeplante und auch erwünschte Nebenwirkung des Scannings.

Damit bestätigte er zum einen die abschreckende und verhaltensändernde Wirkung von Überwachungsmaßnahmen auch indirekt noch einmal. Zum anderen machte er aber deutlich, dass die Überwachung auch dazu dienen soll, Menschen bei der Wahrnehmung ihrer grundrechtlich verbrieften Rechte zu beschränken bzw. die Menschen sozusagen zu "dressieren".[...]


Wenigst glauben die von Filz überzogenen Menschen noch, dass Abschreckung mehr Hilft als Aufklärung oder aufweichen der Klassengesellschaft.
Quelle

21.11.2013 CDU, CSU und SPD schieben den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland auf die lange Bank. „Die Formulierung im Koalitionsvertrag ist eine Farce und ein Formelkompromiss. Deutschland versteckt sich hinter Russland und den USA. Ein selbstbewusstes Vertreten von deutschen Interessen ist hier nicht mehr zu erkennen“, erklärt Xanthe Hall, IPPNW-Abrüstungsreferentin und Sprecherin der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“. Wie man es richtig macht, zeigte in dieser Woche das Parlament in den Niederlanden. Es beschloss am 19. November 2013 de facto, die „nukleare Teilhabe“ auslaufen zu lassen.


Da erinnert man sich immer mit "freude" an die lecken Atom-U-Boote die hier und da das Wasser verseuchen. Quelle

[...]
Narus’ Software greift dabei nicht die Daten einzelner verdächtiger Personen aus Gründen der Strafverfolgung ab, abgesegnet durch einen richterlichen Beschluss. Vielmehr handelt es sich um "warrantless tapping" – Abhören ohne richterliche Aufsicht. Die Systeme überwachen den kompletten Internetverkehr, der durch ihr System rauscht, also aller Menschen, die daran beteiligt sind, von der Mutter, die mit ihrem Sohn chattet, über den Vorstandschef, der Mails an seine Finanzabteilung verschickt, bis zu der Rechtsanwältin, deren Festnetztelefon über das Internet funktioniert.
Die amerikanischen Gesetze schreiben den Telekom-Konzernen vor, dass sie kooperieren müssen. Das gilt nicht nur für AT&T. Der lokale Konkurrent Verizon verpflichtete nach Recherchen des Geheimdienstexperten James Bamfords bloß eine andere Späh-Technik-Firma namens Verint, die bis vor Kurzem zum IT-Unternehmen Comverse gehörte.
Wie sensibel Firmen wie Verint auf Kritik reagieren, konnte Andy Müller-Maguhn vom deutschen Chaos Computer Club vor Jahren erleben. Er sprach im Mai 2004 auf einer Siemens-Veranstaltung über Sicherheitslücken und erwähnte auch einige konkrete Beispiele. Eines davon war Verint. Müller-Maguhn sagte, die Firma erhalte durch ihre extrem günstigen Dienste massenhaft Zugang zu sensiblen Daten. Die Sorge, die er vor seinem Publikum äußerte, war, dass das Unternehmen Einblick in das persönliche Leben unwissender Kunden erhalte. Was Müller-Maguhn allerdings entgangen war. Direkt vor ihm, in der ersten Reihe, saß Kenneth Minihan, ein ehemaliger Chef der NSA, der später Vorstand von Verint wurde.
Nachdem Müller-Maguhn seinen Vortrag beendet hatte, habe ihm Minihan Antiamerikanismus und Antisemitismus vorgeworfen. Der Deutsche sagt: "Ich wies ihn darauf hin, dass ich lediglich aus öffentlichen Quellen zitiert hätte." Darauf soll Minihan geantwortet haben, dass allein der Besitz dieser Unterlagen seine Ermordung rechtfertigen würde. Auch wenn es sich um NSA-Humor gehandelt haben mag, Müller-Maguhn ist seither nicht mehr in die USA gereist.
[...]


Quelle

Obama meditating on drone strikes and telling his aides that he’s “really good at killing people”


Quelle

Heckler said that the officers were forced to use the Taser on the child because they were “fearing for his safety,” WCAU reported.


Quelle

Wie wäre es, wenn wir erst mal dafür sorgen, dass alle Schüler mittagessen und aktuelle, freie Schulbücher haben? Und dass die keine 10 Kilo Schulranzen rumschleppen müssen? Und dass die Lehrer gewisse Mindestanforderungen erfüllen? Dass Schulklos sauber und funktionierend sind? Dass es Aufsichtspersonal in den Pausen und einen Hort nach der Schule gibt? Diese ganzen Vollpfosten verpulvern hier Geld, das nicht da ist, für die Förderung von Industrien, die a) im Ausland liegen und b) unser Geld nicht verdient haben. Zum Kotzen.


Quelle | Artikel

Bernanke ist der Chef der Fed, der für deren "Zinsen auf Null und Geld drucken, bis der Drucker qualmt"-Politik verantwortlich ist. Das Ergebnis ist, dass der Markt seiner Selbstreinigungskräfte beraubt ist. Wenn man sich für lau Geld leihen kann, dann kann man als Schrottfirma einfach seinen Untergang beliebig hinauszögern. Ergebnis: Die "Selbstreinigungskräfte" des Marktes versagen, die ganzen Schrottpapiere machen mehr Gewinn als die seriösen Firmen. Sie interviewen da ein paar Investoren, die von "musical chairs" reden, das ist der englische Name für "Reise nach Jerusalem", das Spiel, wo es immer einen Stuhl weniger als Leute gibt und wenn die Musik ausgeht, müssen sich alle hinsetzen und einer kriegt keinen Stuhl und muss ausscheiden. Auf dem Niveau arbeiten die da gerade!


Quelle | Artikel

Der ganze Artikel ist so abartig. Man rechnet damit, dass es in den nächsten 36 Monaten zur "finanziellen Geldschmelze komme". Jegliches Gewissen wurde abgelegt und es wird nur so investiert, dass man kurzeitig Gewinn machen kann, gern auch in Firmen die eigentlich Pleite sind, aber auf Grund ihrer Größe und der "null Zins Politik" (nicht für normale Menschen wie ihr von eurer Bank wisst) über Wasser halten können.

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web - Island bekommt vor Gericht recht - Das pleite gehen lassen der Banken ist rechtens

Es ging um deren Bankenrettung, bzw haben sie sich ja geweigert, die Banken zu retten, und stattdessen ihre Bürger gerettet. Und jetzt:
In a judgment issued in Luxembourg, the court of the European Free Trade Association, or EFTA, cleared Iceland of complaints that it violated rules governing the protection of depositors drawn up by the European Union. While Iceland is not a member of the Union, it is bound by most of its rules as a member of EFTA.
Damit ist endgültig klar, dass alle anderen Länder es völlig falsch gemacht haben. Das war ja an sich die ganze Zeit schon klar, aber jetzt haben wir es verbrieft.
Quelle

Wäre natürlich interessanter gewesen, wenn das eine Nation wie Deutschland mal gewagt hätte. Hochachtung haben die Isländer dennoch verdient.

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web - Deutsche Bank rechtfertigt Nahrungsmittel-Spekulationen

Die Deutsche Bank will trotz der Kritik von Verbraucherschützern auch künftig mit Nahrungsmittel-Spekulationen Geld verdienen. Untersuchungen hätten keine stichhaltigen Belege für einen Zusammenhang dieser Geschäfte mit dem Hunger in der Welt erbracht, sagte der Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen auf der Lebensmittelmesse Grüne Woche in Berlin. Im Gegenteil: Agrarderivate erfüllten für Nahrungsmittelproduzenten eine wichtige Funktion im weltweiten Handel. "Deshalb hat die Deutsche Bank entschieden, dass sie im Interesse ihrer Kunden weiterhin Finanzinstrumente auf Agrarprodukte anbieten wird." Das Institut hatte diese Anlageprodukte 2012 zunächst aus dem Angebot genommen, um die Ergebnisse der Untersuchung abzuwarten. Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch reagierte empört. "Der angekündigte Kulturwandel bei der Deutschen Bank bedeutet offenbar nichts anderes als ein neues Maß an Unverantwortlichkeit" [...]
Quelle

Leider ist meine Suche nach einer vertrauensvollen, ehrlichen und mittelständig orientierten Bank noch immer erfolglos gewesen :-(.

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web - Schufa will Daten in sozialen Netzwerken nutzen

Die Schufa will soziale Netzwerke als Datenquelle zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit nutzen. Wie das Radioprogramm NDR Info berichtet, lässt die Auskunftei dafür am Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam (HPI) Projektvorschläge entwickeln. Herangezogen werden könnten die Kontakte von Facebook-Mitgliedern, um Zusammenhänge mit der Kreditwürdigkeit der Verbraucher zu finden. Texte könnten analysiert werden, um "ein aktuelles Meinungsbild zu einer Person zu ermitteln". Untersucht werden könnte auch, wie die Schufa über eigene Facebook-Profile oder Twitter-Accounts verdeckt an "Adressen und insbesondere Adressänderungen" anderer Nutzer gelangen kann. Ebenso werde überlegt, Personen öffentlichen Interesses, Verbraucherschützer und Journalisten automatisch zu identifizieren. NDR Info liegen nach eigenen Angaben Dokumente vor, in denen die Pläne geschildert werden. Daraus gehe hervor, dass mit den Daten ein Pool entstehen solle, "der von der Schufa für existierende und künftige Produkte und Services eingesetzt werden kann". Daten aus Netzwerken wie Xing oder LinkedIn, aus Personensuchmaschinene oder Geodatendiensten können mit Schufa-eigenen Verbraucherdaten verknüpft und bewertet werden.
Quelle

Und da es gedankenverlorene Hackfressenbuch Nutzer gibt, die Namen und Daten von Dritten in die Werbedatenbank einpflegen, müssen sich auch bald nicht Hackfressenbuch Nutzer wegen eines schlechten "sozialen Umfelds" rechtfertigen. Ach nein, man muss sich ja nicht rechtfertigen, weil man gar nicht zu sehen bekommt, warum der eigene Score auf einmal runter gegangen ist (am Ende gar nur, weil man eine Kreditwerbung angezeig bekommen hat).

Auf diese Idee sind mit Sicherheit wieder unsere marktfreien Köpfe gekommen und wir wissen wie agil unsere Politik darauf reagieren wird.

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web - Das EU-Parlament rückt ein Gutachten des Handelsausschusses zu ACTA nicht heraus

Wait, what?! Das EU-Parlament rückt ein Gutachten des Handelsausschusses zu ACTA nicht heraus. Die Begründung wird in die Geschichtsbücher eingehen, so dermaßen brutal unglaublich ist die:
Dass nämlich die Offenlegung eines Rechtsgutachtens (SJ-0501/11) zur Interpretation eines bereits unterzeichneten Abkommens ACTA die Ratifizierung beeinträchtigen könne, und folglich Beziehungen mit externen Unterzeichnerstaaten. Deshalb muss das geheim bleiben.
Un-glaub-lich! Mit anderen Worten: ACTA ist so furchtbar, dass unser eigenes Whitewash-Gutachten die Gruseligkeit nicht hinreichend verschleiern konnte, und wir es jetzt geheimhalten müssen, sonst merken die Leute, was für eine furchtbare Kröte wir ihnen da reingedrückt haben. Update: Zur Einordnung: Das EU-Parlament galt bisher als einziger demokratisch legitimierter und am wenigsten übler Teil der EU-Bürokratur. Aber hey, dieser Zuständige Typ da, Rainer Wieland, ist bei der CDU, insofern passt das schon. (Danke, Markus)

source

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Web - GESA: Wenn zusammen kommt, was nicht zusammen gehört

Jörg Tauss analysiert und beschreibt in seinem Kommentar bei Gulli.com exklusiv, wie die Strippenzieher aus Politik, Wirtschaft und Forschung derzeit die Bundesrepublik Deutschland in einen Überwachungsstaat zu verwandeln versuchen. Seine Informationen stehen übrigens im direkten Gegensatz zu Reden des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Innenpolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl. [...] Die GESA e.V. war 2007 im Zusammenhang mit neuen nationalen und europäischen Forschungsprogrammen zur zivilen Sicherheit auf Initiative der 2009 erfreulicherweise abgewählten SPD-Europaabgeordneten Erika Mann gegründet worden. Die nach außen wenig bekannte Forschungspolitikerin fiel zuvor vor allem als Kämpferin für Softwarepatente in Europa auf, bis sie 2005 vom Parlament gestoppt wurde. Heute ist die 60-jährige Frau bei Facebook in Brüssel als Lobbyistin engagiert. Mit von der GESA-Partie war von Anfang an auch deren Vorstandsvorsitzender und CDU-Mann Dr. Christian Ehler. Der nach eigener Darstellung selbstlose eingetragene gemeinnützige Verein „ohne Absicht der Gewinnerzielung unterstützt und fördert die zivile Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union in ihrer inhaltlichen und strukturellen Entwicklung zum Schutz des demokratischen Gesellschafts- und Wertesystems“. (Zitat aus der Satzung) Was sich unter dem Deckmantel des Schutzes des Wertesystems verbirgt, ist wohl nichts als die Absicht, dem Netzwerk aus Industrie und Forschung Fördermittel und Aufträge zuzuschanzen. Etwas deutlicher wird dies im Vereinsanliegen ausgesprochen, „die Interessen Deutschlands zu formulieren und in den europäischen Dialog einzubringen sowie die deutsche Seite frühzeitig von europäischen Prozessen in Kenntnis zu setzen.“ [...] Geschäftsführer des „selbstlosen Vereins“ ist seit 2007 Christoph Stroschein. Der Berufslobbyist arbeitet nach eigenem Bekunden für die „öffentliche Hand, die Industrie, die Forschung“ als „politischer Berater“. Das ist nicht übertrieben. Der viel beschäftigte Mann ist nebenbei unter anderem noch stellvertretender Vorsitzender im Fachbeirat der DIN-Koordinierungsstelle Sicherheitswirtschaft (KoSi), stellvertretender Vorsitzender im Fachbeirat der DIN-Koordinierungsstelle IT-Sicherheit in der Normung (KITS), gehört dem Beratungsgremium des Bundeswirtschafts- und Technologieministeriums zur „industriepolitischen Strategie für die zivile Sicherheitswirtschaft“ an, und sitzt, wiederum als Beirat, im Fraunhofer „Program Committee Future Security“ sowie beim Fraunhofer-Innovationscluster „Sichere Identität“ etc. etc. Dies ist also das Umfeld, in dem sich Uhl und die weiteren nationalen und europäischen Abgeordneten tummeln, die über unsere Forschungsprogramme entscheiden. [...] Der Professor aus dem BKA fand sich auf europäischer Ebene, in diesem Klüngel nicht erstaunlich, wiederum als Vizepräsident von ESRIF, dem European Security Research and Innovation Forum wieder. Und wer nun beobachte den ESRIF-Prozess als „Observer“ für das europäische Parlament? Dies war wiederum der GESA-Vorstand Dr. Ehler, neben Glante, Mitglied im EP- Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie sowie zusätzlich im Unterausschuss für Sicherheit. Womit sich der Kreis wieder schließt. Ein Lobbyist mit Abgeordnetenmandat als vermeintlich neutraler Observer fürs Europaparlament bietet sich ja auch geradezu an. Um es nochmals verständlich zu formulieren: Jene, die über Forschungs- und Industrieaufträge oder Programme, über deren Ausstattung und Förderphasen unmittelbar (mit-)entscheiden und die dortigen Prozesse beobachten, sind also via GESA personell mit jenen verflochten und verbunden, die davon unmittelbar profitieren und sie auf den Weg bringen.
Quelle

Ich musste in der Tat sehr viel zitieren, noch mehr gibt es im Artikel selbst. Zum Glück saß ich beim Lesen schon. Dankeschön auch für die vielen Links im Artikel.

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Web - Das Finanzkapital pfändet das Sozialkapital

Am 26. Oktober 2011 stimmten 503 der 596 Abgeordneten des Deutschen Bundestages für die Bereitstellung eines sogenannten Euro-Rettungsschirmes in Höhe von einer Billion Euro. Fernsehreporter fanden zuvor heraus, dass die Abgeordneten wenig oder nichts über die Materie wussten. Das ist keine Schande. Sie gilt als Expertenthema. Zum Glück leistet sich deshalb der deutsche Staat zehntausende Finanzexperten an den Hochschulen, in der Bundesbank, in den Landesbanken und den Finanzministerien. [...] In der Schweiz gab die Bundesregierung 2009 eine Garantie von 66 Milliarden Franken zur Rettung der UBS AG ab. Die Devisenreserven der Schweizer Nationalbank in Höhe von 189 Milliarden Franken sind fast völlig in noch immer von drei US-Ratingagenturen mit AAA bewerteten Staatsanleihen der USA, Deutschlands und Frankreichs angelegt. Damit hängt nun das gesamte staatlich beeinflussbare Finanzkapital von Deutschland und der Schweiz von einer bisher unbeachteten Kapitalart ab: von sogenanntem Sozialkapital. Dieses ist die Summe nichtmaterieller Güter wie Vertrauen, Geschenkkultur, Opferbereitschaft, Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Gemeinschaft. Sollten nämlich die Bürger auf die Idee kommen, den Zins und die Tilgung für die Staatsanleihen nicht mehr bezahlen zu wollen, weil sie ihre Steuergelder anders einsetzen möchten, etwa für regenerative Energien, Naturschutz, Bildung, Sozialhilfe, Kinderbetreuung, KMU-Förderung und öffentlichen Nahverkehr, sind die Schuldtitel wertlos. [...] Wenn also eine börsennotierte Bank, die sich in dem Paradox der Systemrelevanz (bei Verlusten) und des angeblichen Privatbesitzes (bei zu versteuernden Gewinnen und Haircuts) befindet, Einfluss auf den Geldsegen der Steuerkassen nehmen möchte, hält sie sich an die staatlichen Experten. In Deutschland funktionierte dies bis zum Juli 2011 so: Private Banken, unter ihnen Morgan Stanley, Goldman Sachs und Lehman, finanzierten eine sogenannte Initiative Finanzstandort Deutschland (Das plötzliche Verschwinden der Initiative Finanzstandort Deutschland). Da diese keine Rechtsform hatte, konnten in ihr ohne jede parlamentarische Kontrolle das Bundesfinanzministerium und die Bundesbank Mitglieder sein. Am 11. Dezember 2008 bedankte sich bei einem Treffen der Initiative Josef Ackermann bei Peer Steinbrück für die ausgereichte Bankenhilfe. Steinbrück wiederum forderte die Initiative auf, ein "fokussiertes Modell der Politikberatung" (Zitat) vorzulegen, um die europäische Integration im Finanzsektor zu vollziehen. Mit der Abstimmung am 26.10.2011 ist dies gelungen. Ab jetzt sind die rund 2 Billionen Euro jährliche Steuern der Bürger in den 17 Euro-Staaten eine zwangsgepfändete Verfügungsmasse für jene angeblichen Marktteilnehmer, die bei Nichtzahlung mit dem Bankrott drohen können.
Quelle

Oder um es kurz zu machen, unsere Rente sichert den Profit der Banken solange, bis jemand vom Pferd des toten Sattelträgers absteigt.

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Web - Plan B zur Bankenrettung

Besser wäre auch, man würde die an den Kapriolen des Finanzsystems unbeteiligte Mehrheit der BürgerInnen nicht weiter mit Bürgschaftsverpflichtungen belasten, um überhöhte Zinsen bei den anderen Wackelkandidaten zu garantieren. Stattdessen sollte man Zwangsanleihen für Vermögende und Einkommensstarke einführen. Das ist in Notzeiten schon häufig geschehen, und die seit 2008 bestehende Finanzkrise ist einer Naturkatastrophe ökonomisch gleichwertig. [...] Wenn denn die Stärkung der Kapitalausstattung der Banken im Moment das vielleicht einzige kurzfristig zur Verfügung stehende Instrument in der Eurozone darstellt, ist ein Plan B gefordert, der aufzeigt, wie auch dieses zweitbeste Instrument sinnvoll gestaltet werden könnte. Dass der wackelnde Bankensektor nicht einfach fallen gelassen werden kann, ist dabei die erste Einsicht. Man mag es empörend finden, dass hier schon wieder die Politik tätig werden muss, aber eine Welle von Bankenzusammenbrüchen kann sich niemand wünschen. [...] Wer bleibt übrig, wenn man auch den Staat und überstaatliche Einrichtungen ausschließt? Die Aktionäre und Manager des Finanzsektors selbst. Sie haben in der Vergangenheit profitiert, sie müssen in der Zukunft tätige Wiedergutmachung leisten. Deshalb sollten erstens, bis zu einer bestimmten zu erfüllen Eigenkapitalquote, alle Dividenden nur in Form von Zusatzaktien an die AktionärInnen ausgegeben und die Gewinne in Eigenkapital überführt werden. Zweitens sollten alle Beschäftigten und Pensionäre der Banken ab einem bestimmten Schwellenwert (z. B. 50.000 Euro jährlich) alle weiteren vereinbarten Einkommen, ob nun Gehalt oder Boni oder üppige Abfindung, ebenfalls nur in Form von Aktien erhalten. Auch hier würde der Geldwert dieses Entlohnungsanteils dem Eigenkapital zugeführt. [...] Und wenn Kreditinstitute damit drohen, das Land zu verlassen? Das muss man nicht allzu ernst nehmen. Ihre Finanziers wie ihre Kunden sitzen mehrheitlich hier, und selbstverständlich könnte man ein entsprechendes Gesetz auch so formulieren, dass eine Sitzverlagerung erst nach der vollständigen Erfüllung der Eigenkapitalquote des Bankensektors möglich ist. So lange bliebe man als Bank haftbar. Haftbar sollten auch die Manager bleiben.
Quelle

Auch in diesem Beitrag sind mir einige Argumente schleierhaft, aber das ist das bekannte Konzept der Finanzindustrie. Ebenfalls darf man nicht alles für bahre Münze nehmen. In Zeiten, in denen Banken gegen Staaten wetten, muss man hinter jedem Vorschlag ein Versuch der eigenen Vorteilsgewinnung vermuten.

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