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web - Die GEZ als Institution

Sobald eine Diskussion über die GebührenEinzugsZentrale (GEZ) beginnt, gleitet diese sogleich ab in eine Qualtitätsdebatte über das öffentlich rechtliche Fernsehen. Viele Menschen sehen es nun mal nicht ein, Formate allimentieren zu müssen, welche sie schlichtweg als medialen Schrott ansehen. Abgesehen davon gibt es viele sehr gute Sendungen in den öffentliche rechtlichen Programmen. [...] Wenn man nun bedenkt, dass die GEZ neben dem Staat über die größte und detaillierteste Datensammlung über uns Bundesbürger verfügt, nämlich 42 Millionen Datensätze, und berechtigt ist, diese Datensätze mit den Daten der Einwohnermeldeämter und privaten Adresshändlern abzugleichen, kann es einem durchaus schon schummerig werden, wenn man die eher undurchsichtige Aufsichtsstruktur dieser Institution betrachtet. [...] Dazu stellt sich die Frage, ob es einer GEZ überhaupt noch bedarf, wenn es nicht mehr gilt, umständlich einzelne Geräte zu erfassen, sondern Haushalte pauschal eine Abgabe entrichten sollen. Könnte diese Abgabe z. B. nicht von den Finanzämtern erhoben werden? [...] Warum könnte man also nicht ein Format wie “Der lustige Musikantenstadel” werbefinanziert produzieren und durchaus über die öffentlich-rechtlichen Kanäle senden und die inhaltlich wertvolleren Dokumentationen, politischen Formate, Bildungssendungen über die Staatsgelder? [...]

Dies sind nur einige, wenige Zitate aus dem lesenswerten Beitrag. Wie im Beitrag schon angedeutet, muss über die Aufgabe und über die staatliche Zugehörigkeit diskutiert werden. Als Pluspunkt für eine staatlich unabhängige Institution ist der Punkt "politisch kritisch" durchaus angebracht, auch wenn er im öffentlich/rechtlichen Beiträgen zu selten genutzt wird.

<a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2012/10/23/die-gez-als-institution/" target="_BLANK" title=""die gez als institution - flaschenpost.piratenpartei.de - 121025">Quelle

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web - GEZ hatte 2011 mehr Umsatz als die Videospiele-, Musik- und Kinobranche zusammen

Wenn man die Umsätze von großen Firmen oder gar ganzen Branchen anguckt, dann verliert man leicht den Überblick, weil die Zahlen so groß sind, dass man da gar keinen Bezug mehr zu hat. Ich hab vorhin mal geguckt, wie groß die Videospieleindustrie eigentlich ist, weil ich gehört hatte, dass die (zumindest in den USA) größer als Musik- und Filmindustrie ist. Und in der Tat kommt das ungefähr hin, wenn man die DVD-Vermarktung nicht zur Filmindustrie rechnet. Spannender aber ist der Vergleich in Deutschland. Im Jahr 2011 hat die Buchbranche 9,6 Milliarden Euro umgesetzt, die Videospieleindustrie hatte 1,57 Milliarden Umsatz, die Musikindustrie machte 1,48 Milliarden Umsatz und die Kino-Umsätze 2011 waren 958,1 Millionen, dazu nochmal 1,13 Milliarden Umsatz mit DVD-Verkäufen.

Aber das ist noch nicht, wieso ich diese Zahlen jetzt blogge. Die GEZ nahm 2011 7,533 Milliarden ein. Die GEZ macht mehr Umsatz als Videospiele, Musik und Kino zusammen! Und dazu muss man ja auch noch die Werbeeinnahmen zählen, die liegen für ARD und ZDF bei einer halben Milliarde und bei den Privaten macht alleine SAT.1 schon mehr Werbeumsatz als die gesamte Videospielebranche. Krass. Also bei den Zahlen kann ich mich ja schon ein bisschen in die Privaten hereinversetzen und deren schlechte Laune nachvollziehen. Wieso brauchen die Öffentlich-Rechtlichen eigentlich so viel Geld?

Und noch eine Zahl, zum Vergleich: Seagate (großer Festplattenhersteller) hat im 1. Quartal 2012 4,4 Milliarden Dollar eingenommen, und beim Konkurrenten Western Digital gab es 2011 Einnahmen in der Höhe von 9,53 Milliarden Dollar. WD hat dieses Jahr die Festplattensparte von Hitachi gekauft, mit denen zusammengerechnet waren es sogar 15 Milliarden. Wenn die Festplattenbranche zusammenlegt, können die sich mal eben die Contentmafia kaufen und deren Scheiß einfach auf ihren Festplatten mit ausliefern oder so.

Quelle

Den Text mit Links zu den Quellen gibt es auf der Originalseite. Danke fefe, dass du dir erneut die Zeit genommen hast und die nötigen Zahlen bereitgestellt hast.

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web - Die neue GEZ (aka ARD ZDF Deutschland Radio Beitragsservice) - finanziert mit unseren Zwangsbeiträgen

[...] Die GEZ, so dachten viele, würde nun eigentlich wegfallen können bzw. stark verschlankt werden. Auch dies ist falsch. Vollmundig wurde zwar angekündigt, die "Schnüffelpraxis der GEZ" würde nun endlich abgeschafft werden, doch die bisherige GEZ, die nun einen neuen Namen bekommen soll, wird weiterhin Daten erheben, verarbeiten und nutzen. Zum Teil wird es sogar neue Regelungen bezüglich der "neuen GEZ" geben, die z.B. Vermieter dazu verpflichten sollen, aktiv dazu beizutragen, dass ihre Mieter sich nicht der Haushaltsabgabe entziehen können, indem sie persönliche Daten der Mieter auf Anfrage herausgeben. Doch dass die GEZ bisher einen so schlechten Ruf "genießt", ist auch den Verantwortlichen aufgefallen, weshalb beschlossen wurde, der GEZ eine Verjüngungskur zu gönnen, welche dann auch die ersten Anteile der Haushaltsabgabe beanspruchen wird. Ein neuer Name soll dem Image ebenso auf die Sprünge helfen, wie dies bei der Umbenennung von Arbeitsamt in Arbeitsagentur funktionieren sollte. So wie bei der Arbeitsagentur auch neue Schilder, Vordrucke und Visitenkarten etc. notwendig waren, so wird dies nun auch bei der GEZ der Fall sein, wo ab demnächst die Mitarbeiter des "ARD ZDF Deutschland Radio Beitragsservice" arbeiten. Der Name ist nicht nur euphemistisch, da er aus einer Zwangsabgabe einen "Beitrag" macht, was nach Freiwilligkeit klingt, er ist zudem auch sperrig[...]
Quelle

Hervorheben möchte ich bei diesem Thema auch noch den Eintrag auf carta.info - Piraten-Mentalität bei ARD und ZDF!.

Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG Dok) ärgert sich über die Vertragspraxis der öffentlich-rechtlichen Sender.

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Web - Wer die Wohnung wechselt, muss demnächst seiner zuständigen Rundfunkbehörde den Grund dafür mitteilen

Eine besonders krasse Bestimmung findet sich in Paragraph 8, Ziffer 5, Satz 2. Wer sich umzugsbedingt bei der zuständigen Rundfunkbehörde abmeldet, hat dabei etliche “Daten mitzuteilen und auf Verlangen nachzuweisen”, darunter den “die Abmeldung begründenden Lebenssachverhalt”. ... Wie grimmig ernst es die Ministerpräsidenten meinen, zeigen die Bestimmungen über den Umgang mit Beitragsschuldnern, die sich weigern, die geforderten Auskünfte und Nachweise zu bringen. “Festsetzungsbescheide werden im Verwaltungsvollstreckungsverfahren vollstreckt”, heißt es in Paragraph 10. Dabei dürfen sie ausdrücklich auch “Dritte” damit beauftragen, Beitragsschuldner zu ermitteln und auszuspähen – in der Praxis wird die berüchtigte GEZ diese Aufgaben übernehmen. Dabei darf sie “ohne Kenntnis des Betroffenen” auch die Daten der Melderegister anzapfen. Für Beitragsschuldner, die hartnäckig nicht mitspielen, ist eine “Geldbuße” in ungenannter Höhe vorgesehen.

Quelle

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