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web - E.ON im Sinne von "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren", oder wie die Bevölkerung für den Rückbau der Atomkraftwerke zahlen soll

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hatte endlich einmal die Zeit gefunden, um über ein, seit längerem, bekanntes Problem zu berichten.
Nicht nur E.ON hat diesen Schritt vor, auch alle anderen Stromkonzerne machen dies nach. Es geht darum, die "konventionelle" (fossil klingt wohl nicht so gut) Stromsparte von der "erneuerbaren" Stromsparte abzutrennen. In der neuen Stromsparte macht man zum einen mehr Gewinn (deswegen gehören die Wasserkraftwerke auch zu den "konventionellen" ;-)), zum anderen muss man Atomkraftwerke, wie auch Kohlekraftwerke zurück bauen und die Verbrauchsgüter entsorgen.
Bei Kohlekraftwerken kann man diese Summe noch grob errechnen. Bei Atomkraftwerken ist es dann eher wie mit einer Glaskugel. Beim AKW Greiswald versucht man dies seit 1995, verbrauchte bis 2007 Milliarden Euro und ist noch immer weit entfernt vom Ziel.
Nun hat die E.ON in einem übermenschlichen Akt der Menschenliebe 14,4 Milliarden Euro an Rücklagen gebildet. Das macht bei sieben Kraftwerken eine Summe von 2,08 Milliarden Euro, wohl gemerkt, Greifswald ist seit 2007 schon drüber.

Laut dem Artikel kann man leider nichts dagegen machen, schade, schade ...
Die armen Politiker könnten natürlich einfach ein Gesetz erlassen und sagen "so nicht, ihr zahlt das, komme was will", aber das will man ja nicht, immerhin könnte E.ON mit seinen Kraftwerken ins Ausland verschwinden und dann sind doch Arbeitsplätze in Gefahr, ganz zu schweige von der Rendite für die Marktfreien.

Wohl gemerkt, dies geht nicht direkt gegen E.ON. E.ON denkt an das Wohl seiner Anleger. Man könnte meinen "hey, etwas soziale Verantwortung", aber damit kann man bei solchen Menschen nicht kommen, um solche Argumente verstehen zu können bräuchte man ja Herz, Verstand und Weitblick (es ist einfacher mit einem Nachbarn zu leben, dem es soweit gut geht, als in einem Haus voller Sicherheitspersonal weil man sich das "Jesocks" vom perlenbesetzen Hals halten muss).

Auf Mutti wird auch kein Verlass sein, den Mutti predigt, seitdem sie an der Macht ist, "wir müssen gemeinsam eine Lösung finden". Und dies bedeutet nichts anderes wie "Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren".

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