Nach Weihnachten wurde die Zivilgesellschaft mit dem Thema "Böllerverbot" belastet.
Besonders aufgefallen sind mir drei Kernpunkte. Zum einen haben die Leitmedien unison das Volk beschallt. Auch konnte ich keine Berichterstattung konsumieren, die mögliche Alternative gegenüber dem "Verbot" aufzeigen wollen. Zumdem wurde das Verbot gern mit linksalternativen Personen und/oder Tierschützern verbreitet.
Warum wurde das Thema, meiner Meinung nach, medial so breit und wiederholend ausgestrahlt?
Zu aller erst ging es erneut darum die Gesellschaft in Befürworter und in Gegner zu spalten. Damit wurde auch eine Beschäftigung des öffentlichen Diskurs erreicht, wir sollten also und mal wieder abgelenkt werden.
Das die Befürworter primär mit den Themen Tierschutz und Umweltschutz geworben haben, hatte etwaig nur das Ziel, dass die Gruppe der Befürworter eben als "linksversiffte Ökoveganer" geframed werden. "Du bist für ein Verbot? War ja klar, du elender Körnerfresser!" - oder um es in Kaiser Markus Worten zu sagen "Die Grüüüünnnen!".
Was könnte der Sinn dahinter sein? Nun, findet man ein Verbot als richtig, so muss man sich gleichzeitig damit konfrontiert sehen, dass man definitiv links und vegan ist. Man muss sich also gleich gegenüber mehreren Dingen verteidigen. Dies kann dazu führen, dass man lieber keine Meinung äußert, weil einem das Begründen und Verteidigen zu viel Kraft raubt. Über dieses Framing konnte man die Befürworter also ruhig stellen wodurch die Gruppe der Gegner scheinbar größer ist, denn die Gruppe der Gegner des Verbots wurden gar nicht geframed - Es konnte also Jeder sein, ausgenommen die linksversiffte Veganer.
Doch gibt es denn Alternativen zu dieser schwarz-weiß-Sichtweise? Natürlich gibt es diese. Ein offener Diskurs über ein gesundes Maß an Böller pro Person/Haushalt wäre machbar. Ebenso eine Aufklärung um jeder Person die Grundlage zu geben dies zu reduzieren. Das Bereitstellen für spezielle Plätze, wo sich die Feuerwerkslustigen ausleben könnten wäre auch machbar und mit Sicherheit gibt es noch bessere Ideen auf die ich nicht komme. Doch all dies ist nicht gewollt. Ein Verbot oder ein Gesetz erzeugt mehr Aufmerksamkeit und ist damit die Selbstverwirklichung eines Politikers. Alles andere wäre Demokratie und bedeutet Arbeit und beides wollen ja wieder nur die linksversiffte Veganer leben, oder?
Der Deutschlandfunk stellt sich die Frage ob sich Deutschland für die olympischen Spiele bewerben soll. - Es wird sich selbst gefragt, warum in Deutschland der Spitzensport einen so geringen Stellenwert hat. Ich, für meinen Teil, habe da recht schnell eine Antwort parat. Seit der Wiedervereinigung werden die Gelder für die Sportvereine zurückgefahren - den Fußball ausgenommen. Woher soll ein Volk Enthusiasmus für eine Sache nehmen, wenn ihm klar vorgeführt wird, dass man vom Staat kaum Unterstützung dafür erhält? Der Sport in den Vereinen in Deutschland funktioniert nur noch über das Ehrenamt. Menschen, ganze Familien, die ihre Freizeit "für lau" opfern, damit der Sport in der Gesellschaft bleibt. Solange die Bundesregierung lieber Konzernen Geld schenkt, statt über Sportvereine für die Volksgesundheit zu sorgen, so lange darf die gleiche Regierung sich nicht wundern, dass man für gesellschaftlich belastenden Sportveranstaltungen kaum Zuspruch findet.
Nein? Doch! Oh? Auch TikTok verfolgt ALLES was ihr macht. - Auch was ihr auf eurem Smartphone installiert habt, darf sich TikTok anschauen. Aber was habt ihr auch von Spionagesoftwarehersteller wie Google oder Apple anders erwartet?
Puh, dass die Rentenkommission nur Eierschaukeln bis zum Ende der Legislaturperiode bedeutet, war mir schon klar. - Nun muss ich das "war mir schon klar" revidieren und durch ein "hoffentlich nur" ersetzt werden. Offen bekannte Lobbyisten des neoliberalen Kapitalismus wollen das Rentensystem "zukunftssicher machne". Erwartet steigende Abgaben bei sinkenden Leistungen. Es wird die Risterrente++ geben wo ihr 100 Euro geben müsst, um in 20 Jahren dann 40 Euro raus zu bekommen (natürlich nicht inflationsbereinigt). Diese 40 Euro kriegt ihr auch nur, wenn ihr lückenlos jeden Beleg auf Thermodruckpapier nachweisen könnt und Zeit für 100 Formulare habt, die keiner versteht.
Ich verstehe die Aufregunge bezüglich Noten im Schulsport nicht. - Auch mir hat der Sportunterricht gezeigt, dass es Dinge gibt, die ich sehr gut und überhaupt nicht kann. Gleichzeitig hat man gelernt mit einer vier umzugehen. Die Aufgabe des Pädagogen ist hier, die Motiviation oben zu halten. Für mich lenkt diese medial geführte Diskussion vom eigentlichen Problem ab, der Schulsport hat zu wenig Stunden und wird als erstes gestrichen, wenn Pädagogen fehlen.