Mediale Gleichschaltung am Beispiel des "Böllerverbots" gegen Ende 2025
Nach Weihnachten wurde die Zivilgesellschaft mit dem Thema "Böllerverbot" belastet.
Besonders aufgefallen sind mir drei Kernpunkte. Zum einen haben die Leitmedien unison das Volk beschallt. Auch konnte ich keine Berichterstattung konsumieren, die mögliche Alternative gegenüber dem "Verbot" aufzeigen wollen. Zumdem wurde das Verbot gern mit linksalternativen Personen und/oder Tierschützern verbreitet.
Warum wurde das Thema, meiner Meinung nach, medial so breit und wiederholend ausgestrahlt? Zu aller erst ging es erneut darum die Gesellschaft in Befürworter und in Gegner zu spalten. Damit wurde auch eine Beschäftigung des öffentlichen Diskurs erreicht, wir sollten also und mal wieder abgelenkt werden. Das die Befürworter primär mit den Themen Tierschutz und Umweltschutz geworben haben, hatte etwaig nur das Ziel, dass die Gruppe der Befürworter eben als "linksversiffte Ökoveganer" geframed werden. "Du bist für ein Verbot? War ja klar, du elender Körnerfresser!" - oder um es in Kaiser Markus Worten zu sagen "Die Grüüüünnnen!". Was könnte der Sinn dahinter sein? Nun, findet man ein Verbot als richtig, so muss man sich gleichzeitig damit konfrontiert sehen, dass man definitiv links und vegan ist. Man muss sich also gleich gegenüber mehreren Dingen verteidigen. Dies kann dazu führen, dass man lieber keine Meinung äußert, weil einem das Begründen und Verteidigen zu viel Kraft raubt. Über dieses Framing konnte man die Befürworter also ruhig stellen wodurch die Gruppe der Gegner scheinbar größer ist, denn die Gruppe der Gegner des Verbots wurden gar nicht geframed - Es konnte also Jeder sein, ausgenommen die linksversiffte Veganer.
Doch gibt es denn Alternativen zu dieser schwarz-weiß-Sichtweise? Natürlich gibt es diese. Ein offener Diskurs über ein gesundes Maß an Böller pro Person/Haushalt wäre machbar. Ebenso eine Aufklärung um jeder Person die Grundlage zu geben dies zu reduzieren. Das Bereitstellen für spezielle Plätze, wo sich die Feuerwerkslustigen ausleben könnten wäre auch machbar und mit Sicherheit gibt es noch bessere Ideen auf die ich nicht komme. Doch all dies ist nicht gewollt. Ein Verbot oder ein Gesetz erzeugt mehr Aufmerksamkeit und ist damit die Selbstverwirklichung eines Politikers. Alles andere wäre Demokratie und bedeutet Arbeit und beides wollen ja wieder nur die linksversiffte Veganer leben, oder?