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web - Eine Sozialversicherung für alle ist wirtschaftlich vernünftig

[...] Es gibt Versicherungsleistungen und steuerfinanzierte Leistungen, Pflichtbestimmungen und Kann-Regelungen im Sozialrecht. Wer von der Agentur für Arbeit kein Geld erhält, muss sich ans Jobcenter wenden. Liegt die Rente unter dem Existenzminimum, wird zusätzliche Hilfe durch die Grundsicherung im Alter fällig. Die Behandlung des Arztes zahlt die Krankenversicherung und die Pflege zu Hause die Pflegeversicherung, obwohl beide unter einem Dach verwaltet werden. Konkurs anmelden Spätestens wenn der Patient stationär in einem Heim gepflegt werden muss, kann man das gesamte System aber ohnehin knicken. Dann muss aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Wenn dies immer noch nicht reicht, müssen die Kinder der pflegebedürftigen Eltern mehrere tausend Euro monatlich zusätzlich berappen und am besten Konkurs anmelden. Für die viel beschworene Eigenverantwortung und private Vorsorge bleibt dann nichts über. [...] Gewollter Privatvorsorge-Wahn Das ohnehin schon durchlöcherte paritätische System aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilen wäre durch eine Wertschöpfungsabgabe für alle Unternehmen zu ersetzen. Denn durch die bisherige Koppelung der Beiträge an die relativ niedrigen Löhne der abhängig Beschäftigten werden die steigenden Gewinne nicht erfasst. Bosse, die durch Entlassungen Löhne einsparen und somit Versicherungskosten verursachen, werden noch zusätzlich durch den Wegfall der Beiträge für die Entlassenen belohnt. Hier zeigt sich der Nonsens des alten Bismarck’schen Systems. Eine Sozialversicherung für alle Bürger und alle Risiken, die ein Mindesteinkommen über den Hartz-IV-Sätzen sichert, hieße Abschied zu nehmen vom typisch deutschen Standes- und Neiddenken. Aber in einem Land, in dem ein politisch gesteuerter Privatvorsorgewahn herrscht, der trügerische Glaube, jeder müsse am besten für sich selber sorgen, ist das wohl noch ein weiter Weg. Ihn trotzdem zu gehen, ist eine Frage der wirtschaftlichen und sozialen Vernunft.
Quelle

Ein Sozialtopf für alle, Wunschdenke, aber träumen darf man ja noch.

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Das Wort zum Sonntag

Gleichgültigkeit[...], das ist die stärkste Macht im Universum. Sie macht alles, was sie berührt, bedeutungslos. Liebe und Haß haben keine Chance gegen sie. Sie läßt Mißachtung und Verfall und unglaubliche Ungerechtigkeit ungesühnt durchgehen. Sie handelt nicht, sie erlabut. Und das verleiht ihr so viel Macht.

Joan D. Vinge - Die Schneekönigin

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Web - Douglas Rushkoff on Building a Peer-to-Peer Economy

Since the publication of his post "The Next Net" earlier this year, Douglas Rushkoff's vision of building a truly peer-to-peer alternative to the commercial web has captured the imagination of many. The idea sparked by Rushkoff's post will guide the first Contact Summit later this month, where companies, builders and individuals will network and brainstorm "how to transform commerce, learning, and society." In this talk given at Hello Etsy in Berlin last month, Rushkoff speaks about the economic component of this vision, and how to build a peer-to-peer economy.
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I'm really impressed of this videotalk. To sum it up, nothing is lost until we are not afraid of "how this pc thing works" and always think if it is necessary that complex things are made so easy.

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Web - «Entmännlicht» die Schule unsere Jungen?

[...] Wenn ich ihn hingegen frage, wie es in der Schule so geht, wird er sofort stumm. Dann zuckt er mit den Schultern und schildert in knappen Worten, wer gerade wie zu seinem Freundeskreis gehört. Und wer nicht. Wer wen gekickt hat. Oft fällt dabei der Begriff «Erzfeind». Das mag jetzt etwas brutal tönen, aber so wie mein Sohn davon berichtet, geht es nicht um Prügeleien und Jugendgewalt, wie die Medien sie so gerne dramatisieren, sondern um harmlose Raufereien, wie sie aus dem Spiel entstehen. Und das ist wiederum faszinierend. Auch für die Tochter ist die Schule ein soziales Trainingsfeld, doch sie trägt ihre Konflikte im Kreis ihrer Freundinnen aus, wobei es meistens darum geht, wer bei wem den Status als beste Freundin gewonnen oder verloren hat. Beim Sohn hingegen findet derselbe Prozess in der Arena der Gladiatoren statt.
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Interessant zu lesen. Ich bin mir zunehmend unsicherer ob die Zukunft in einem androgynen Wesen liegt. Machen doch gerade die Unterschieden den Reiz, das Salz, die Farbe aus.

Als Mann muss man zudem eingestehen, dass an der Szenerie "Zwei Männern gehen vor die Tür der Kneipe, "reden mit einander", kommen wieder rein und können endlich gemeinsam ein Bier trinken" etwas dran ist. Man kann hier erneut auf die goldene Mitte verweisen. Wer nicht den Umgang (Theorie und Praxis) mit einer Macht lernt, kann diese nicht einschätzen. Der Mensch lernt nun einmal durch ausprobieren und aus seinen Fehlern.

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