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Vor 40 Jahren waren in den Mooren und Feuchtwiesen Schleswig-Holsteins noch rund 15.000 Bekassinen-Paare anzutreffen. Deutschlandweit gibt es heute gerade mal noch 6000 Brutpaare. Denn Maisanbau, Entwässerung, abgesenktes Grundwasser, umgepflügtes Grünland, Torfabbau und Wiederaufforstung verändern den Lebensraum der Bekassine.
Der Dohle geht es nicht besser. Als einstiger Steppenbewohner ist sie in ganz Mitteleuropa verbreitet. Ein großer Teil überwintert in Deutschland, nur die Jungvögel fliegen nach Süden. Sie ernähren sich von Käfern, Grillen, Heuschrecken, Würmern, Schnecken, Fallobst, Samenkörnern, Mäusen und Fröschen und bekämpfen somit wirksam auch Ackersschädlinge. Zur Aufzucht ihrer Jungvögel benötigen sie proteinreiche Insekten, möglichst im Umkreis von 500 Metern um ihren Brutplatz herum.
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Dass nicht die acht betroffenen Angestellten des Brandenburger Pizza-Services - selbst oder mit Hilfe einer Gewerkschaft - sich gegen ihren Arbeitgeber zur Wehr gesetzt und die erwähnte Klage initiiert haben, sondern das zuständige Jobcenter ist ein Lehrstück über die unzumutbaren Zustände, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt herrschen, und zwar nicht zuletzt aufgrund von weder zeitgemäßen noch adäquaten Regelwerken, die den Missbrauch von Menschen und Staatsleistungen Tür und Tor öffnen.
Der Grund, weshalb die Betroffenen sich solch unwürdige Löhne haben gefallen lassen, liegt auf der Hand: In Brandenburg gibt es, mit einer amtlichen Arbeitslosenquote von 9,4% im August 2013, für Arbeitssuchende kaum die Möglichkeit, wählerisch zu sein. Eine verbindliche Lohnuntergrenze gibt es nicht, und eine tarifverhandlungsfähige Pizza-Service-Gewerkschaft müsste noch erfunden werden. Hinzu kommt, dass die allermeisten Menschen in der Not doch lieber einer unterbezahlten Beschäftigung als gar keiner nachgehen, geht es ihnen doch auch darum, ihre soziale Anbindung bzw. Würde nicht zu verlieren.
Parallel dazu drängen die Jobcenter im Zweifel auf fast jedwede Beschäftigungsaufnahme, um die eigenen Statistiken zu schönen und um Geld zu sparen, denn auch wenn schließlich mit Staatsmitteln mit Hartz-IV aufgestockt wird, können die Ämter den durch Arbeitsaufnahme abziehbaren Leistungsanteil erst einmal als Ersparnis für sich verbuchen.
Abgesehen davon wird die Arbeitslosenstatistik dadurch aufgehübscht, ungeachtet dessen, ob der Arbeitnehmer von seiner Tätigkeit leben kann oder nicht.[2] Hauptsache, es wird wöchentlich über 15 Stunden gearbeitet, denn darunter wird von geringfügiger Beschäftigung (Minijob) gesprochen und in diesem Fall gilt für den Arbeitgeber ein weitgehender Entfall der Sozialversicherungspflicht.
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Im verlinkten Artikel steht noch mehr. Passt zum Artikel von Gestern und zeigt warum es ein Mindestlohn braucht. Auch auf die gezahlen Löhne der paritätischen Wohlfahrtsverbände darf man gerne genauer hinschauen.
Viele Betriebe lassen sich von der Ökostrom-Umlage befreien. Doch nun schreitet die EU ein – und droht mit Nachzahlungen in Milliardenhöhe. Das würden viele Firmen wohl nicht überleben.
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"Die Belastbarkeitsgrenze für Privatverbraucher und Wirtschaft wird damit erreicht", warnt Thomas Bareiß, energiepolitischer Koordinator der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag.
Anders gesagt, die EU möchte die Befreiung mancher Unternehmen (wie Golfplätze) aufheben um eine gleiche Belastung für Bürger und Unternehmen zu erreichen. Diese Regelung passt den Amigos der weiß/blauen Gefolgschaft natürlich weniger und so wird der Pleitegeier über das Feld getrieben - Angstmache an allen Fronten.
Wie schon vor der Wahl wird in den Medien erneut das Lied vom gefährlichen Mindestlohn gesungen. Die Botschaft ist stets die gleiche, "bei einem Mindestlohn rollen Köpfe". Die Welt nimmt dieses Mal nicht Menschen aus anderen Ländern, sondern die Roboter. Das Roboter überall eingesetzt werden, wo der Preis stimmt, wird in diesem Artikel weniger betrachtet, nur dass Roboter einem die Arbeitsplätze wegnehmen, wenn der böse Mindestlohn kommt. Die Linke fordert seit Jahren einen Mindestlohn von 10 Euro, die Welt und ihr Klientel hat schon Angst vor 8,50 Euro - ein Stundensatz, bei dem wohl kein normaler Muttiwähler auch nur den Finger heben würde.
Zurück zum Artikel, was mir in diesem völlig fehlt ist der Hinweis, dass Roberter vom Jahr zu Jahr günstiger werden. Man könnte den Kerngedanken des Artikels also auch mit nachfolgendem Satz zusammenfassen: "Wenn wir dem Mindestlohn nicht durchsetzen, kommen die Roboter zwei, oder vier Jahre später". "Können" im Präteritum wenige Buchstaben vorher, weil dieses Detail nicht beleuchtet wurde. Warum auch, wirft es doch nur unangenehme Folgefragen auf.
Wir sind eine Industrienation und so gehört Automatisierung dazu. Früher war es der Pflug und heute der Roboter. Maschinen, auch das hat uns die Vergangenheit gezeigt, können auch immer nur Teilaspekte ersetzen - oder mansche Arbeit gar nicht, lasst euch somit nicht einschüchten.