web - Begegnung anstatt Hass
[...]
Zumindest fällt auf: Wenn unsere Medien wirklich ein ernsthaftes Interesse daran haben, die Angst vor Flüchtlingen abzubauen, dann lassen sie ihre beste Quelle ungenutzt. Die besten Argumente gegen diese Angst sind die meisten Flüchtlinge selbst. Nur müssten sie eben auch mal zu Wort kommen.
Ich habe in den letzten Tagen eine Schreibwerkstatt mit jugendlichen Flüchtlingen geleitet, die schon einige Deutschkenntnisse erworben haben. In ihren Texten finden sich Sätze, die selbst den hartherzigsten "Flüchtlingsgegner" zum Innehalten bringen dürften. Zumindest müsste man schon ein emotionaler Voll-Legastheniker sein, um hier nicht wenigstens ins Nachdenken zu kommen. Der Leiter der Einrichtung erzählte mir von einem Pegida-Fan, der täglich Hass-Mails gegen Flüchtlinge im Internet geschrieben hatte. Dieser Mann wurde zu einer Teilnahme an einer Zusammenkunft mit Flüchtlingen überredet. Nach nur zwei Stunden hatte er sich radikal gewandelt und sich für sein bisheriges Gebaren entschuldigt.
Das ist weder unglaubwürdig noch ein großes Wunder. Es bestätigt nur bekanntes psychologisches Wissen: Eine wesentliche Ursache für Hass ist die Projektion eigener Ängste auf fremde Menschen. Ein naheliegender Weg, diese Projektion aufzulösen, ist es demzufolge, reale Begegnungen zu schaffen, die das projizierte Bild revidieren lassen.
An vielen Orten Deutschlands ist das "normaler Alltag". Engagierte Bürgermeister kleiner Gemeinden wuppen ihr "Flüchtlingsproblem", indem sie Begegnungen zwischen Bevölkerung und den neuen Bürgern ihrer Gemeinde organisieren.
[...]
Wenigstens aber muss man sich fragen, warum unsere Medien immer nur die eine Seite sprechen lassen. Warum geht der Sermon des berühmten Pegida-Opas aus Dresden zum gefühlten tausendsten Mal über den Sender. Warum wird da nicht ein einziger O-Ton eines typischen jungen Flüchtlings dagegen gesetzt? Es gibt nun wirklich genügend, die inzwischen gut genug Deutsch können.
[...]
Den Wutbürgern könnte klar werden, dass die Staatskassen für Militäreinsätze im Ausland viel mehr Geld übrig haben als für den bedürftigen Bürger im eigenen Land, oder dass mit Hilfe seiner Steuergelder unermessliches Leid angerichtet wird. Was wäre, wenn plötzlich beide Gruppen erkennen, dass sie sich gegenseitig im Kampf um menschenwürdigere Verhältnisse unterstützen könnten?
[...]
Quelle
[...]
Das Ziel einer jeden solidarischen Haltung zu Flüchtlingen müsste deshalb sein, die Kriegstreiber und die sie vorantreibenden ökonomischen Machtfaktoren zu bekämpfen. Oh, das ist mühsam: deren Lobbyismus und Propagandanetzwerke haben eine mächtige, komplett ent=politisierende Agenda in die Welt gesetzt. Deren Logik ist es, der brachialkapitalistischen Zerstörung der Welt bloß nichts entgegenzusetzen, statt dessen aber möglichst viele Menschen, die noch Zeit und Energie übrig haben, durch die unentgeldliche Kurpfuscherei an den Symptomen dieser Politik zu beschäftigen. Derweil kann dann die neoliberale Entsorgung der letzten Reste öffentlicher Infrastruktur im Zuge von Konzerermächtigungsabkommen wie auch das geopolitische Schachspiel nach dem Drehbuch der Gewinnmaximierer weitergehen - das Motto "Gewinne werden grundsätzlich privatisiert, Verluste der Öffentlichkeit aufgebürdet" bleibt unangetastet. Statt gegen den Zynismus der Macht aufzustehen (gemeinsam mit und für die Flüchtigen) stopfen die braven Bürgerkinder Flüchtige in das "Mistloch der Gnade" und verabreichen niedlichen Flüchtlingskindern europäische Suppe mit dem Dessertlöffelchen.
[...]
Solidarität aber heißt, dafür zu sorgen, dass der Kreislauf von Zerstörung und bloßer Gewinnmaximierung endlich aufhört, der immer mehr Regionen der Welt unbewohnbar machen wird & der gerade dabei ist, auch Europa zu zerlegen. Von Leuten aber, die noch nicht einmal das erkennen kann, erwarte ich gar nichts mehr.
Quelle
Und dazu gibt es gute Gründe:
1. Widerstand gegen Lohndrückerei.
2. Das Land hier ist mehr als dichtgenug besiedelt.
Und dieser Punkt ist sehr wichtig, CO2, zukünftig genügend Windkraft für die Volkswirtschaft.
3. Endlich Ende des Wachstums.
Quelle
Es ist offensichtlich dass die Massenzuwanderung gegen die Bevölkerung gerichtet ist . Jede Souveränitat und Selbstverwaltung und Selbstbestimmung werden ausgeschaltet . Begriffe wie "Verantwortung" "Ausländerfeindlichkeit" "Empathie" sind in Fragen der Abschaffung der Grenzen und der Massenzuwanderung ohne Zusammenhang . So wird von den Betreibern der Massenzuwanderung auch von den Ärmsten in Deutschland noch ein Verzicht verlangt , nicht aber von denen , die international Vermögen in gigantischem Außmass akkumuliert haben wie Investmentfonds , Hedgefonds , Banken und Konzerne . Es ist ein Hinweis auf die Betreiber der Zerstörung der Staatsgrenzen , wenn auch den Ärmsten in EuroGerichte, Staat und Justiz ... wann nicht belastet gewesen?pa "Toleranz" und "Empathie" abverlangt werden , nicht aber den Inhabern dieser gigantischen Vermögen . Und wenn von den Staatsbürgern heute selbstverständlich Zahlungsbereitschaft erwartet wird und nicht vom "privat" akkumulierten gigantischen Vermögen , ist dies eine weiterer Hinweis darauf , wer den öffentlichen Diskurs bestimmt .
Quelle
[...]
Einer Politik, wie sie die derzeitigen Regierung liefert, kann ja eigentlich nichts besseres passieren, als die Polarisierung durch die Flüchtlingsdebatte. Da gehen alle aufeinander los, statt sich gemeinsam gegen die bestehenden Verhältnisse am Arbeitsmarkt und in der Sozialpolitik (so sie noch eine solche genannt werden kann) zu stemmen. Und mit gemeinsam meine ich: wir Sozialisten, wir Konstervative, wir Linken, wir Rechten, wir AfDler, wir Arbeitenden, wir Hartzer, wir Steuerzahler, ja, und meinetwegen akutell auch wir Marzipaneierliebhaber!
Quelle
Trackbacks
The author does not allow comments to this entry
Comments
Display comments as Linear | Threaded