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web - Frankreich: Gewerkschaft fordert 140 Euro Strafe für Raubkopien

[...] Der Gewerkschaft zufolge haben die verschiedenen französischen Regierungen in den vergangenen zehn Jahren den Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internet zum Nachteil der Kulturindustrie vorangetrieben. Diese Feststellung untermauere die Tatsache, dass die Musikindustrie auch in 2012 einen Umsatzrückgang von fünf Prozent hinnehmen musste. Zwar hätten laut Stephan Bourdoiseau, dem Vorsitzenden der UFPI, die Regierungen verschiedene Maßnahmenkataloge und Gesetze zum Schutz der Kulturindustrie erlassen, diese seien aber insgesamt unzureichend.
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Besonders interessant finde ich die Wortwahl. Da treffen wir auf solche wie "Gewerkschaft", "Kulturindustrie" und "Strafzettel". Allesamt Worte die für ein Verständis sorgen sollen. Gewerkschaft soll dazu dienen, die Gedanken dahingehend abzulenken, als das hier das Gehalt von viele, hart arbeitenden Menschen bedroht ist. Kulturindustrie, da denkt man sofort an etwas Schützenswertes, geht es doch um die Kultur. Das es in Wirklichkeit um Plastikpop und Retortenstarts geht, möchte niemand sagen. Zu guter Letzt nennt man noch den Strafzettel. An was denkt man bei einem Strafzettel? Im Regelfall an etwas, was jeder schon einmal erhalten hat und was so wenig gekostet hat, als das man den Vorfall schnell vergessen hat. Nun, ob 140 Euro ein einfacher Strafzettel ist, wage ich zu bezweifeln.

Als Grund für diese Forderung wird ein Umsatzrückgang von fünf Prozent genannt. Das Interessante dabei, diesmal wird vom Umsatz berichtet. Im Regelfall wird immer eine zweistellige Prozentangabe an Gewinnrückgang genannt. Ist es dieses Mal gar so, dass da eine Industrie auf hohem Niveau meckert - wohl gemerkt in einem Jahr, in dem mehrere Länder dem Bankrott entgegen gerannt sind.

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